Komplexe Knochenrekonstruktion bei extremer Atrophie
Die moderne Implantologie ermöglicht heute Lösungen für Situationen, die früher als aussichtslos galten. Insbesondere bei einer extremen Kieferatrophie im Oberkiefer ist ein fundiertes chirurgisches Vorgehen entscheidend. In dieser Kasuistik präsentieren wir einen Fall, in dem durch gezielte augmentative Maßnahmen und enge kollegiale Zusammenarbeit eine solide Basis für den festsitzenden Zahnersatz geschaffen wurde.
Die Ausgangslage
Ein 74-jähriger Patient wurde uns von einem geschätzten Überweiser mit dem Wunsch nach einer festen implantatgetragenen Versorgung vorgestellt. Die klinische und röntgenologische Untersuchung ergab eine ausgeprägte Atrophie des Kieferkamms im Oberkiefer rechts. Ohne vorangehende rekonstruktive Maßnahmen war ein sicheres Setzen von Implantaten an dieser Stelle nicht möglich.
Chirurgisches Vorgehen: Wiederherstellung durch Augmentation
Um die notwendige knöcherne Basis für den späteren Zahnersatz zu schaffen, führten wir einen umfangreichen chirurgischen Eingriff durch. Der Behandlungsplan umfasste:
- Externer Sinuslift: Zur Anhebung des Kieferhöhlenbodens und Gewinnung von vertikalem Knochenvolumen.
- Horizontale Augmentation: Aufbau der Kieferkammbreite zur Gewährleistung einer stabilen Implantatbettgestaltung.
- Vertikale Augmentation: Wiederherstellung der notwendigen Knochenhöhe für eine langfristig stabile Versorgung.
Durch diese kombinierte Augmentationstechnik konnten wir das für die Implantation erforderliche Knochenvolumen sicher regenerieren.